Evolution

Anmerkungen

Evolution

 vom lat.Wort evolvere: abwickeln 

Der Begriff stammt ursprünglich aus der Linguistik und bezeichnet die kontinuierliche Veränderung und Vervollkommnung der Sprache. Von hier aus wurde er in die Biologie übernommen, um schließlich generell die tendenziell fortschreitende Entwicklung vom Niederen zum Höheren zu bezeichnen.

 

Entwicklung

Alle Dinge sind in Bewegung. Neben der zufälligen, ungerichteten Bewegung wie z.B. die Brownsche Molekularbewegung, gibt es auch die Entwicklung als gerichtete Bewegung zum Übergang von einem Zustand  in einen anderen, mit der Entstehung, Entfaltung und Vervollkommnung erreicht wird.

 

 Schöpfung und Evolution

Die Sichtweise des Verhältnisses von Schöpfung und Evolution hängt vom Glauben ab. Glaubt man an einen Schöpfergott, so schließt dies auch die Schöpfung als Tatsache ein. Glaubt man an eine totale Materialität der Welt und verneint damit einen Schöpfergott (Atheismus), so schließt dies auch die Schöpfung als Tatsache aus. Dann wird Evolution als Vehikel des Materialismus gegen die Schöpfung dienstbar gemacht. Nehmen  Gottgläubige diese Position ernst, so wenden sie sich zur Verteidigung ihres Glaubens gegen Evolution sowie ihrer theoretisch - wissenschaftlichen Behandlung und lassen sich damit  von ihren Verächtern genüsslich das diskriminierende Aushängeschild reaktionärer  Wissenschaftsfeindlichkeit umhängen. Steigen sie dagegen nicht in  das Grunddogma des Materialismus – die totale Materialität der Welt - ein, so ergibt sich als Konsequenz, dass hinter der Evolution, wie hinter allen in der Welt Seienden, der Schöpfer steht, der damit eine mögliche Form der Schöpfung realisiert. Schöpfung und Evolution sind keine Gegensätze.

  

Gesetz und Vernunft 

 Regelmäßigkeiten im Aufbau und der Bewegung natürlicher Systeme weisen auf das Vorliegen einer Gesetzmäßigkeit hin. Sie kann je nach Stand der Erkenntnis durch eine Regel oder sogar durch ein mathematisch formuliertes Gesetz beschrieben werden. Naturgesetze sind universell gültig. Besonders die logische Eleganz und die innere Konsistenz mathematisch formulierter Naturgesetze lässt eine Reihe führender Naturforscher wie Max von Laue (Nobelpreis 1914), Max Planck (Nobelpreis 1918), Albert Einstein  (Nobelpreis 1921), Werner Heisenberg (Nobelpreis 1832) oder Erwin Schrödinger (Nobelpreis 1933), welche dafür die bahnbrechenden Arbeiten leisteten,  zu der Überzeugung kommen, dass im Naturgesetz universelle Vernunft implementiert ist. Göttliche Vernunft im Weltenbau und im Weltengetriebe ist die Voraussetzung dafür, dass universelle Gesetzmäßigkeit menschlicher Vernunft zugänglich wird.

 

 
 

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