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    Evolution

Was ist Evolution?

Man kann nicht zweimal in denselben Fluss  steigen, sagte der Philosoph Heraklit. Und dies schon 500 vor Christi. Panta rhei, alles fließt, alles ist in Bewegung. Doch nicht alle Bewegung ist Evolution.

Evolution ist eine gerichtete Bewegung, eine Entwicklung von Einfachen zum Komplexen, vom Niederen zum Höheren. Sie ist universell und spezifisch zugleich.

Arten der Evolution

Ihre Spezifik prägt sich auf verschiedenen Entwicklungsstufen aus: als kosmische Evolution, als chemische Evolution, als biologische Evolution und als sozial-kulturelle Evolution. Die kosmische Evolution beinhaltet sowohl die Entstehung als auch die Entwicklung des Universums, die chemische Evolution ist auf die Entstehung des Lebens gerichtet, in der biologische Evolution entfaltet sich das Leben und im Rahmen der soziokulturelle Evolution schließlich entwickelt sich die Menschheit.

Gesetzmäßigkeiten der Evolution

Die gesamte Evolution wird von einer durchgehenden Gesetzmäßigkeit bestimmt. In ihr kommt eine logisch strukturierte Notwendigkeit der Entwicklung zum Ausdruck. Auch im Zufall setzt sich diese Notwendigkeit durch. Diese Gesetzmäßigkeiten der Evolution haben dabei auf jeder Entwicklungsstufe ihre eigene Spezifik,  unterscheiden sich also auf der gerade erreichten Entwicklungsstufe wesentlich von denen anderer Entwicklungsstufen. 

Die kosmische Evolution unterliegt also anderen Gesetzen als die chemische Evolution, die grundlegende Gesetzmäßigkeiten der chemischen Evolution unterscheiden sich wiederum wesentlich von der Gesetzmäßigkeit der biologischen Evolution und mit der kulturell-sozialen Evolution setzen dann völlig andere Gesetzmäßigkeiten ein. Das bedeutet, dass man die Entstehung des Lebens nicht mit den Gesetzen der allgemeinen Relativitätstheorie erklären, die biologische Evolution nicht auf Biochemie reduzieren und die menschliche Gesellschaft nicht mit der Darwinschen Evolutionstheorie beschreiben kann.

Weltanschauliche Grundfrage der Evolution

Bei aller Verschiedenheit jedoch gilt für die gesamte Evolution über alle Entwicklungsstufen hinweg die eine weltanschauliche Grundfrage: Liegen den Gesetzmäßigkeiten dieser Welt - einschließlich der Evolutionsgesetzmäßigkeiten - eine universelle Vernunft zugrunde, welche diese Gesetzmäßigkeiten bestimmt, oder ist das nicht der Fall. Wenn nicht, was dann? Ist dann diese durch Ihre Gesetzmäßigkeiten bestimmte Welt einfach so da - ohne Grund, Sinn und Notwendigkeit? Dann würde die Frage nach dem Warum dieser Welt nur verlegenes Achselzucken auslösen. Und die menschliche Erkenntnis müsste vor der grundlegenden Existenzfrage kapitulieren.

Wenn aber die weltanschauliche Grundfrage bejaht wird, dann wird auch die Frage nach dem Warum dieser Welt beantwortet: Diese Welt existiert deshalb, weil sie durch einen Schöpfer erschaffen wurde. Was bedeutet das aber für die Evolution? Sind Schöpfung und Evolution etwa Gegensätze, die sich gegenseitig ausschließen, sodass gilt: entweder Schöpfung oder Evolution? Oder liegt die fundamentale Wahrheit in der Gegenposition, nach der sich die Schöpfung in der Evolution vollendet?


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